Häufige Fragen

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Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen, wie „Was ist Sucht?“, „Wann spricht man von Abhängigkeit?“ uvm.

Was ist Sucht?

Sucht ist eine chronisch fortschreitende Erkrankung, die (wenn sie nicht zum Stillstand gebracht werden kann) zu einer beständigen Verschlechterung bis hin zum völligen sozialen, körperlichen und psychischen Abstieg führen kann. Es besteht das unwiderstehliche, zwanghafte Verlangen nach einer ständig erneuten Einnahme von Suchtmitteln bzw. nach immer neuen Wiederholungen einer Handlung, um ein bestimmtes Lustgefühl zu erreichen oder um Unlustgefühle zu vermeiden. Diese Charakteristika kennzeichnen eine Suchterkrankung unabhängig von der Art der Sucht oder der Art der Suchtmittelwirkung.


Wann spricht man von Abhängigkeit?

WHO-Kriterien:

  • Starker Wunsch oder Zwang zum Konsum
  • Verminderte Kontrollfähigkeit bezüglich Beginn, Beendung und Menge des Substanzkonsums
  • Konsum zur Milderung von körperlichen und psychischen Entzugserscheinungen
  • Toleranzentwicklung also weniger erwünschte Wirkung bei gleichbleibender Dosis im Laufe der Zeit oder Mehrbedarf um die gewünschte Wirkung zu erzielen
  • Eingeengtes Verhaltensmuster im Umgang mit der Substanz
  • Fortschreitende Vernachlässigung anderer Interessen zugunsten des Substanzkonsums
  • Anhaltender Substanzkonsum trotz des Nachweises eindeutiger schädlicher Folgen (z. B. Leistungsabfall, Arbeitsplatzverlust, Depressionen, körperliche Folgeerkrankungen)

Die Diagnose „Abhängigkeit“ wird gestellt, wenn mindestens drei der genannten Kriterien vorliegen.



Wer ist besonders suchtgefährdet?

Risikofaktoren bei Jugendlichen sind:

Gewalterfahrung, Perspektivlosigkeit, Suchtmittelkonsum der Eltern, fehlende elterliche Aufsicht, Unterstützung und Zuwendung, Erleben von Ausgrenzung und Mobbing

suchtmittelkonsumierende und straffällige Freunde und Vorbilder


Wie entwickelt sich eine Sucht?

Wenn Menschen sogenannte psychoaktive Substanzen (Alkohol, Medikamente, Drogen etc.) als hilfreich für die Bewältigung ihrer Lebensaufgaben wahrnehmen, dann sind sie gefährdet diese Substanzen häufiger zu sich zu nehmen, einen riskanten Konsum und in weiterer Folge eine Substanzgebrauchsstörung zu entwickeln. Die Entwicklung einer Abhängigkeit wird durch das Suchtpotential der Substanz, und der subjektiven Wirkungserwartung beeinflusst und kann je nachdem sehr rasch oder langsam erfolgen.


Warum probieren Jugendliche und junge Erwachsene Drogen aus?

Substanzkonsum beginnt üblicherweise im Jugendalter. Hormone, Gehirnentwicklung Belohnungssystem, Gruppenzugehörigkeit und Ablösung vom Elternhaus, spielen dabei eine zentrale Rolle. Das kann dazu führen, dass Handlungen von Jugendlichen sehr emotional, spontan und auch riskant sind. Die Suche nach kurzfristigen Glücksmomenten und starken Reizen ist erhöht. Wenn im Umfeld der Gleichaltrigen Substanzen konsumiert werden steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Jugendliche diese Substanzen auch probieren.


Wie gefährlich ist es, wenn Jugendliche Substanzen ausprobieren?

Bei dem überwiegenden Teil der Jugendlichen bleibt die Phase des Konsums illegaler psychoaktiver Substanzen auf die Zeit bis ins junge Erwachsenenalter und auf den Freizeitkonsum beschränkt. Wichtig ist es dies nicht zu bagatellisieren oder zu dramatisieren, sondern Besorgnis kund zu tun, ins Gespräch zu kommen und Fähigkeiten zu stärken, damit Jugendliche bewusst ihr Wohlbefinden auch ohne Substanzen steigern können. Ebenso wichtig ist die tatkräftige Unterstützung bei der Bewältigung von Schwierigkeiten und das ehrliche Interesse am Leben der Jugendlichen.


Was macht die Suchtprävention Kärnten?

Prävention setzt in den unterschiedlichen Entwicklungsphasen und im jeweiligen Umfeld von Menschen an um Risikofaktoren für Suchtmittelkonsum zu reduzieren und schützende Faktoren zu stärken.

Die Suchtprävention Kärnten ist österreichweit mit allen anderen Fachstellen der Bundesländer vernetzt.

Zu den Aufgabenbereichen der Suchtprävention zählen: Sensibilisierung und Schulung von Multiplikator*innen unterschiedlichster Berufsgruppen, Fortbildungen, Tagungen, Kampagnen zu unterschiedlichen Themen, Umsetzen standardisierter Programme, Projektentwicklung und -umsetzung, Workshops für Jugendliche, Erstellen von Handlungsleitfäden, Coaching bei Anlassfällen, Vernetzung und Schnittstellenmanagement und das Erstellen von Infomaterial. Wenn Sie sich für unsere Angebote interessieren, wenden Sie sich bitte gerne an das Team der Suchtprävention Kärnten.


Was passiert in einer Beratungsstelle?

Zunächst wird versucht, die gesundheitliche Gefährdung und die Lebenssituation des/der Betroffenen zu erfassen. Daraus werden dann Unterstützungsmöglichkeiten abgeleitet. Bei Angehörigen wird gemeinsam erarbeitet, wie sie bzw. er trotz Belastung handlungsfähig bleiben kann. Auch die Gefahr der Überforderung wird abgeklärt.


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Hilfe für Angehörige – wenn plötzlich alles anders ist

Angehörige von Suchtkranken – vor allem Partner, Kinder, Eltern und Geschwister – stehen unter hohem Leidensdruck. Sie spüren und sehen die Veränderungen des suchtkranken Menschen in seinem Verhalten und an seiner Gesundheit. Dazu kommt die Angst vor weiteren Auswirkungen wie z.B. dem drohenden Verlust des Arbeitsplatzes, Anzeigen, Schulden etc.

Angehörige leisten einen wichtigen Beitrag zur Gesundung suchtkranker Menschen. Die Einrichtungen der Kärntner Suchthilfe bieten Ihnen umfassende Unterstützung, Orientierung, Begleitung und Beratung.


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Wie stelle ich einen Antrag auf stationäre Langzeittherapie?

Eine stationäre Langzeittherapie setzt eine hohe Bereitschaft voraus, Wege aus der Suchterkrankung zu finden. Neben persönlichen Voraussetzungen spielen Diagnose(n) und Schweregrad der Erkrankung eine Rolle, welche Therapie am besten geeignet ist.

Ärzte/Ärztinnen, Psycholog*innen und Sozialarbeiter*innen beraten und unterstützen Sie und leiten den Antrag an die zuständige Stelle beim Amt der Kärntner Landesregierung, Abt. 5 – Gesundheit und Pflege weiter.

Dort wird zum einen geprüft, ob alle rechtlichen Voraussetzungen für eine Kostenübernahme für eine stationäre Langzeittherapie gegeben sind. Zum anderen begutachtet ein/e fachärztliche/r Sachverständige/r die medizinische Notwendigkeit der beantragten Maßnahme.

Bis zur Entscheidung der Kostenübernahme wird eine ambulante Betreuung angeboten.

Ein Antrag auf eine stationären Langzeittherapie wird bei folgenden Ambulatorien aufgenommen und an die zuständige Stelle weitergeleitet:


Alkohol

  • Abhängigkeitsambulatorium Klinikums Klagenfurt
  • Abteilung für Psychiatrie und psychotherapeutische Medizin im LKH Villach

Drogen

  • AVS Drogenambulatorium Klagenfurt
  • AVS Drogenambulatorium und Drogenberatung ROOTS Villach
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Substitutions-Behandlung

Die Substitutions-Behandlung ist eine anerkannte und fundierte Kranken-Behandlung mit dem Ziel, schwer Abhängige gesundheitlich und sozial zu stabilisieren (statt kriminalisieren). Dabei werden Opiat-Abhängige medikamentös eingestellt und erhalten Unterstützung in allen medizinischen und psychosozialen Belangen. Substitution ist eine Chance, die gesamte Lebenssituation zu verbessern.


Ambulatorien für Drogenkranke



Sucht & Recht

Mit einer Anzeige stehen gleichzeitig viele Fragen ins Haus. Wie geht es weiter? Wer erfährt von der Anzeige? Was ist eine Gesundheitsbehörde? Was sind gesundheitsbezogene Maßnahmen u.v.m.?


Rechtsberatung

Rechtliche Fragen


Gesundheitsbezogene Maßnahmen – Zurück ins Leben statt Strafe

Gesundheitsbezogene Maßnahmen sollen den Betroffenen auf dem Weg zu einem suchtfreien Leben helfen. Sie können in Österreich nicht zwangsverordnet werden. Man entscheidet sich freiwillig dafür.

Der Staatsanwalt/die Staatsanwältin bzw. das Gericht kann auch die Zurücklegung einer Strafanzeige davon abhängig machen, ob der/die Angezeigte sich gesundheitsbezogenen Maßnahmen unterzieht.


Rechtliche Fragen


Süchte & Substanzen

Wer Bescheid weiß, kann gegensteuern. Grundsätzlich wird zwischen stoffgebundenen Süchten und stoffungebundenen Süchten unterschieden.


Stoffgebundene Süchte:


Stoffungebundene Süchte

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